„Zepter aus Licht“ von Marah Woolf

Klappentext:

Eine versunkene Stadt
Eine Suche voller Magie und Rätsel
Ein anmaßender Engel

Mein Name ist Nefertari de Vesci, ich bin vierundzwanzig Jahre alt, mein Job ist es, gestohlene Kunstgegenstände wiederzubeschaffen, und darin bin ich verdammt gut. Doch ich arbeite nur mit meinem Bruder Malachi, dem Earl of Mandeville, zusammen und wir entscheiden, was wir suchen. Jedenfalls war das so, bis Azrael aufgetaucht ist. Der arrogante Engel verlangt, dass ich das Zepter aus Licht suche – das Insigne der Macht wurde von den Unsterblichen gerettet, als Atlantis vor fast zwölftausend Jahren unterging. Ich würde ablehnen, wenn der Engel mich nicht erpressen würde – und zwar mit dem Leben meines todkranken Bruders. Nur wenn ich das Zepter rechtzeitig finde, wird Azrael dessen Seele nicht mit ins Totenreich nehmen. Der Idiot weiß, dass ich alles für Malachi tun würde. Doch er unterschätzt mich: Denn es gibt nichts, was ich nicht finde.

  • Format: Hardcover
  • Verlag: selfpublished
  • Seitenzahl: 559


Schon beim Klappentext bekommt man einen Vorgeschmack auf die neue Protagonistin von Marah Woolf. Es springt einem direkt ins Auge, dass sich Nefertari, oder kurz Taris, schon allein durch ihr Alter von den gewohnten Charaktere der Autorin abhebt. Während viele Autorinnen bei dem Wechsel zu älteren Protagonisten schier verzweifeln und immer wieder in altgewohnte jugendliche Verhaltensmuster zurückfallen, hat Marah Woolf es geschafft glaubhaft eine Mittzwanzigerin aufs Papier zu bringen. Taris ist selbstbewusst, intelligent, schlagfertig und ein wenig eigenbrötlerisch. Dass ihr der ehemalige Erzengel Azrael dann in ihren Job reinreden will, passt ihr dementsprechend wenig. Aber er hat eben ein überzeugendes Ass im Ärmel.
Im Laufe der Geschichte wechselt die Erzählperspektive in unregelmäßigen Abständen zwischen Taris und Azrael. Mit der Perspektive ändert sich auch jedes Mal die Erzählweise, was es unfassbar einfach macht, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. So wird man sehr schnell hineingezogen in eine andere Version unserer Welt, in der man auf Engel, Götter, Dschinn und Dämonen stoßen kann. Hin und wieder stolpert man außerdem über alte Bekannte, deren Ursprung auch in der Feder von Marah Woolf haben, wofür ich sie umso mehr liebe!
Doch auch wenn man so viele Einblicke in die Handlung bekommt, ist die Geschichte unglaublich spannend und lädt zu der ein oder anderen Verschwörungstheorie ein. Ich habe das Buch im Buddyread mit Cely und einer weiteren Freundin gelesen und wir waren uns einig, dass verurteilte Bösewichte vielleicht unschuldig sind, hohe Götter die wahren Widerlinge sind und dass man auf besondere Personen der religiösen Geschichte ein besonderes Auge gelegt werden müsste. 😉
Nur in der Wahl unserer Lieblingscharaktere waren wir uns uneins. Aber wie soll man sich bei so vielen Prachtexemplaren von Männer auch einig sein? So darf Cely gerne Seth behalten, solange mir niemand Horus streitig macht. <3


Ich gebe
Verteile Sternchen!
[Total: 0 Average: 0]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.