„Dragon Touch“ von G. A. Aiken

Klappentext:

Die Drachen sind zurück – und vervührerischer denn je. Gwenvael der Schöne fühlt sich von den erfolgreichen Mitgliedern seiner Drachenfamilie nicht ernst genommen. Um sich zu beweisen, will er einen Pakt mit dem furchterregendsten Geschöpf der Nordlande aushandeln. Aber als er dem Biest begegnet, ist er bezaubert: Es handelt sich um einen Menschen. Dagmar ist eine kleine Frau mit praktischer Kleidung und stahlgrauen Augen hinter einer strengen Brille. Ein Eisklotz in Menschenform. Doch wer wäre besser dafür geeignet, einen Eisklotz zum Schmelzen zu bringen, als ein wirklich heißer Drache?


  • Format: Taschenbuch
  • Verlag: PIPER
  • Seitenzahl: 506


Gwenvael der Schöne, in den Nordlanden auch „der Verderber“, von seinen Geschwistern „die männliche Hure“ genannt, weiß seine goldene Pracht immer ins rechte Licht zu rücken. Leider geht ihm dieses Talent scheinbar spontan verloren, als er vor der kleinen Frau steht, die in ihrer Heimat gefürchtet wird. Statt mit Charme seinen Pflichten nachzukommen und einen politischen Pakt mit den Nordländern auszuhandeln, lacht er sie aus. Und stellt sich damit selbst vor die für ihn bisher größte Herausforderung seines Leben.

Dagmar Reinholdt, siebtgeborene einzige Tochter DES Reinholdts wirkt auf den ersten Blick vor allem eins: unscheinbar. Doch weiß die intelligente Frau ganz genau, wie sie das zu ihrem Vorteil einsetzen kann. Schon lange weiß sie, wie sie die von Männern regierten Nordlande hinter der Fassade lenken und leiten kann. In voller Anerkennung ihrer eigenen Stärken, kann sie deshalb nicht zulassen, dass ein unverschämter Südländer sich zuerst über sie lustig macht und dann noch ein leichtes Spiel hat. Soll er doch am eigenen Leib erfahren, wieso ihre Landsleute sie flüsternd „die Bestie“ nennen.

Nachdem mir Briec und Talaith einfach unsympathisch waren, muss ich sagen, dass ich beim Lesen von Gwenvaels und Dagmars Geschichte die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen hatte. Die beiden sind ein herrliches, zur Hinterlistigkeit und Schadenfreude neigendes, Paar. Beide wissen ihre Intelligenz zu ihrem eigenen Nutzen zu gebrauchen oder gegebenenfalls auch zu verbergen. Und wehe dem, der sich mit einem ihrer Lieben anlegt.

Schon in den ersten beiden Bänden, ist mir Gwenvael mit seiner schwatzhaften Art ans Herz gewachsen. Auch wenn ich seiner Geschichte deshalb entgegengefiebert habe, muss ich sagen, dass ich unter keinen Umständen mit Dagmar tauschen möchte. Doch die beiden ergänzen sich auf ihre ganz eigenen Weise und sind sich doch in den wichtigen Punkten ähnlich genug, dass ihr Zusammensein logisch erscheint.

Neben der Geschichte um diese beiden, scheint aber auch das Spiel der Götter auf einen neuen Höhepunkt zuzusteuern. Die Geburt von Annwyls und Fearghus Kindern steht kurz bevor und wird das Leben aller Bewohner der Insel Garbhán für immer verändern.
So viel sei gesagt: Ich habe sechs Kapitel hindurch ununterbrochen geweint. Götter können solche Ar***löcher sein.

Viel spannender als der Vorgängerband, kann „Dragon Touch“ wieder mit dem Auftakt der Reihe mithalten und lässt keine Wünsche an ein Buch offen. Nicht nur spannend, sondern auch witzig, herzzerreißend, traurig, erotisch und komplex gestaltet G. A. Aiken den dritten Band ihrer Dragons- Reihe.

Nachdem meine erste Wunschgeschichte nun erzählt wurde, bleibt meine Sehnsucht weiterhin blau!

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